Landauri ist eine Inselwelt, die sich rund 650 km von Ost nach West und rund 450 km von Nord nach Süd ausdehnt. Eine Haupt-Landmasse kringelt sich um ein inneres Meer – das Mare Internum. Weitere Inseln – sowohl in diesem Binnenmeer als auch außerhalb – kommen hinzu. Es gibt Gebirge, Wüsten, Wälder und fruchtbare Ebenen. Es gibt Flüsse und Seen, die durch Kanäle miteinander verbunden sind. Es gibt Städte und Dörfer und einzelne weit abgelegene Siedlungen.
Politisch ist Landauri in 37 Länder gegliedert. Dazu gibt es den Zentraldistrikt rund um die frühere Königsstadt Storcha, in dem die wenigen noch verbleibenden Zentralinstitutionen angesiedelt sind.
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Kontros (Kreis Südeck – Zentravia)
Kontros (987 Einwohner, 51 m NN) liegt in der Zento-Ebene an der B61. Zentrum ist der Kirchplatz mit St. Lucius und dem Gemeindehaus; in der Vorhalle steht ein Büchertauschregal, Gottesdienste und Gruppen richten sich nach Pendelzeiten. Im alten Erbgericht betreibt Ina Hegler das Kontroser Kartenstübchen mit warmem Essen, Radkarten und Ersatzteilen. In der Werkstraße repariert Mehmet Sarli bei „Riemen & Zinken“ Fahrräder und Hofgeräte. Mittwochs findet ein Wochenmarkt statt; ein Dorfladen mit Paketregal sichert Grundversorgung, Übernachtung bieten zwei Höfe.
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Stadtkirche St. Severus (Südeck)
Die Stadtkirche St. Severus am Kirchplatz 3 ist ein Backsteinbau, der im Alltag Südecks ständig mitläuft: als Orientierungspunkt zwischen Marktplatz, Pfarrhaus und Verwaltungswegen. Der Turmhelm sitzt auf einem gedrungenen Westbau, das Portal ist vom täglichen Gebrauch glatt geworden. Innen ist der Raum klar, mit hohen Fenstern, dunklen Bänken und einem schlichten Chor; das Geläut strukturiert Sonntage, Feste und Trauerfeiern. Die Gemeinde arbeitet verlässlich mit kurzen Wegen: Chorproben, kleine Andachten, Treffen im Turmraum. Beim Sommerfest wird der Kirchplatz zur Arbeitsfläche mit Bühne, Kuchenständen und Helfern aus dem ganzen Ort.
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Südeck (Kreisstadt – Zentravia)
Südeck ist eine kleine Kreisstadt am südwestlichen Rand der Zento-Ebene, geprägt von Grenznähe, Pendelwegen und praktischer Infrastruktur. Der Ort funktioniert über Wege und Abläufe: Landratsamt, Kreisarchiv und Waaghaus strukturieren den Alltag zwischen Akten, Markt und Lieferfahrten Richtung Hauptstadt. Die Stadtkirche St. Severus, die umgebaute Kreisscheune mit Entwässerungsgerät und VHS-Kursen sowie Bauhof, Maschinenring und Ersatzteilladen zeigen, worauf Südeck ausgelegt ist: verwalten, lagern, reparieren, schnell reagieren. Bahnhof und Gasthäuser bündeln Pendler, Handwerker und Durchreisende.
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Kreis Südeck (Zentravia)
Der Landkreis Südeck liegt im Süden/Südwesten Zentravias in der Zento-Ebene, zwischen Buthanien, Bierland und dem Grenzsee. Die Nähe zu Zentro prägt den Alltag: viele pendeln, Amtswege und Großeinkäufe laufen über die Hauptstadt, während im Kreis Handwerk, Vereine und Nachbarschaft tragen. Verkehrsachsen wie A1/A5 sowie B6, B42, B61 und B62 machen den Kreis zum Durchgangs- und Liefergebiet mit Bauhöfen, Lagerhöfen, Maschinenring und Reparaturbetrieben. Am Grenzsee bündeln Abflußstedt, Neimlis und Saarow Handel, Strandbetrieb, Hotels und ein Sanatorium; am Zento-Fluss liegt Fährstedt mit Auenwegen und Wasserwirtschaft.
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Altenquell (Landkreis Teichdorf – Seeland)
Altenquell (147 Einwohner, 598 m) liegt am Oberlauf des Altenbachs, wo sich die Weidewiesen des gerodeten Tals bis zur Ortsmitte ziehen und darüber wieder Wald beginnt. Mittelpunkt ist die gefasste Quelle an der Quellgasse neben der Kapelle St. Barbara (Quellgasse 3). Im Herbst treffen sich hier Pilzsammler und Forstleute, vergleichen Funde und Wege. Eine kleine Herberge (Quellgasse 10) bietet Zimmer und Trockenraum und wird besonders in den Übergangszeiten genutzt, wenn in den Tälern Nebel steht. Einzelne Häuser reichen talaufwärts bis knapp 800 Meter.
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Felsenkeller (Landkreis Teichdorf – Seeland)
Felsenkeller liegt im Altenbachtal an der SEE6, zwischen Dorfburg und Altenquell. Weidewiesen prägen das Tal, das im 17. Jahrhundert gerodet wurde; Trockenmauern und alte Obstbäume stehen noch als Ränder zwischen den Koppeln. Im Ort konzentriert sich das Leben an Läden, Bushaltestelle und der „Kellerbrauerei Altenbach“ (Kellerweg 6), deren Bier in in den Hang getriebenen Lagerräumen reift. Führungen enden oft im Schalander bei Brotzeit und Verkostung. Östlich zweigt das Tal des Westlichen Queckbaches ab; die Straße endet an der abgesperrten Queck-Research-Area.
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Zentro (Hauptstadt von Zentravia)
Zentro (47.301 Ew., 62 m) liegt am Zusammenfluss von Grenzfluss und Zento südöstlich des Grenzsees. Die Stadt wuchs aus dem Dekanat Zentravia (ab 730) als Verwaltungs- und Schriftzentrum; Kathedralbau (ab 790) und die Lucidianische Universität (804) prägen bis heute den Alltag. Verwaltung, Archiv, Druck und Ausbildung liegen räumlich eng beieinander, sichtbar am Kanzleiplatz mit Stadthaus, Landeshaus und Landesdruckerei. Zentro lebt von kleinteiligen Institutionen: Bibliothek „Lucidianum“, Werkstätten, Druckereien, Theater- und Werkstattbühnen, kleinen Hotels und Gasthäusern. Sechs Stadtteile tragen jeweils eigene Funktionen von Altstadt bis Auenrand.
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Ein Tag im Leben von Marko Seidel
Mittwoch, 14. Januar 2026 – Lachwitz 15:33 Uhr. Ich bin heute ungewöhnlich früh aus der Firma rausgekommen – 15:20, und es fühlte sich fast an, als hätte ich irgendwo einen Termin vergessen. In Wahrheit war es schlicht ein seltener Tag, an dem die Dinge einmal rund liefen: keine ungeplanten Rückfragen aus der Fertigung, kein „Kannst […]

